Zum Film: Das Geisterhaus von Nürnberg (Dokumentarfilm, Deutschland, 2002, 18 Min, Betacam SP, Farbe)

Programmheft 8. JuFinale 2004

“Das Zeitalter der Idioten ist angebrochen” so der Bewohner des in Franken berühmt-berüchtigten ‚Geisterhauses von Nürnberg’. Das mit Kruzifixen reich geschmückte Gebäude sticht aus dem Einheitslook deutscher Einfamilienhaus-Siedlungen hervor und ist so zu einem beliebten Ziel ganzer Massen von Schaulustigen geworden. Getrieben von Gruselgerüchten versammeln sich Menschen vor dem Haus, in der Erwartung, einen Geist, ein Phantom, eine Luftspiegelung oder was auch immer zu Gesicht zu bekommen.

Die Jury der mittelfränkischen JuFinale sprach von einer “modernen Hexenjagd”, die von den Machern dieses Films dokumentiert wird. Unaufgeregt wird die Geschichte eines ungewöhnlichen Hauses und mit ihm die Geschichte seines ungewöhnlichen Bewohners erzählt. Das bizarre Refugium, in das sich der eigenbrödlerische Alte zurückgezogen hat, provoziert die Neugierde seiner Mitmenschen. Vor der Kamera stellen sich diese selbst in ihrer dumpfen, oberflächlichen Sensationslust bloß.

Der Film wurde als Preisträger der mittelfränkischen JuFinale bereits bei “RTL Franken Life” ausgestrahlt.



Mehr über den Film:
Das Geisterhaus von Nürnberg
(Dokumentarfilm, Deutschland, 2002, 18 Min, Betacam SP, Farbe)

Stills

Filminfo

Sprache

Deutsch

Produktion

Produktionszeitraum: 2002 bis 2002

Produktionsorte: Nürnberg

Siehe auch

Schlagwort
Glaube, Diskriminierung, Ausgrenzung, Gesellschaft, Toleranz, Wertediskussion

Genre
Dokumentarfilm

medienpädagogische Kategorien
Lebensweltbezug



 

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